Warum ich keine klassischen Praxisräume habe - und warum das genau richtig für mich ist

Veröffentlicht am 29. November 2025 um 08:59

In den letzten Jahren wurde ich immer wieder gefragt, warum ich keine festen Praxisräume habe und stattdessen von zu Hause aus arbeite. Für manche wirkt das vielleicht untypisch – für mich ist es jedoch eine sehr bewusste und stimmige Entscheidung, die mit meinen Werten, meiner persönlichen Entwicklung und den Erfahrungen aus meiner Arbeit zu tun hat.

 

Die richtige Intention zählt – nicht die perfekte Praxisadresse

Meine Arbeit lebt von der inneren Haltung: Ich möchte Menschen unterstützen, begleiten und ihnen ein Stück Leichtigkeit zurückgeben. Das steht für mich im Vordergrund – nicht das Erwirtschaften hoher Beträge, um eine Praxis zu finanzieren. Ich möchte unabhängig von wirtschaftlichem Druck arbeiten, damit meine Energie und Aufmerksamkeit dort bleiben kann, wo sie hingehört:
Bei den Menschen, die zu mir kommen.

 

Die Pandemie hat viel verändert

Wie bei so vielen anderen war die Covid-Zeit auch für mich eine Phase, in der sich vieles neu ordnen musste. Eine Praxis über Monate zu finanzieren, ohne zu wissen, wann wieder regulär gearbeitet werden kann, war kaum möglich. Das hat mir deutlich gemacht, dass äußere Räume zwar hilfreich sind – aber nicht zwingend notwendig, um gute, ehrliche und wirkungsvolle Begleitung zu leisten.

 

„Bei dir fühlt es sich schöner an als in einer Praxis.“

Als ich einige meiner Klienten damals fragte, ob sie sich vorstellen könnten, zu mir nach Hause zu kommen, war ihre Reaktion überraschend positiv. Viele sagten unabhängig voneinander denselben Satz:

„Hier fühlt es sich viel wärmer und persönlicher an als in einer typischen Praxis.“ Diese Rückmeldungen haben mich sehr berührt. Es bestätigte mir, dass Heilung- und Entwicklungsprozesse am besten dort funktionieren, wo sich Menschen sicher, gesehen und willkommen fühlen - und das muss nicht zwingend ein neutraler Praxisraum sein. 

 

Und wie ist das für mich privat?

Oft werde ich gefragt, ob es mir nichts ausmacht, wenn Menschen mit ihren Themen, Sorgen oder schweren Gedanken meine privaten Räume betreten. Meine ehrliche Antwort lautet: Nein, es macht mir nichts aus.

Durch die Chakra-Diagnostik und meine systemische Arbeit habe ich gelernt, meine Räume – und auch mich selbst – gut zu schützen. Wenn ein Klient oder eine Klientin mit ihren „Päckchen“ kommt, begleite ich sie gern dabei, diese zu sortieren, anzuschauen oder auch mal ein Stück davon loszulassen. Und wenn sie gehen, gehen sie mit allem was zu ihnen gehört wieder hinaus.

Zurück bleibt mein Zuhause – unverändert, ruhig, geschützt und wieder ganz meins.

 

Ein Zuhause, das einladen darf

Das Arbeiten in meinen eigenen Räumen hat für viele etwas Entspannendes: Es ist persönlicher, uneingeschränkter, natürlicher. Es entsteht ein Gefühl von Echtheit, und das spüren die Menschen, die zu mir kommen.
Ich glaube fest daran, dass nicht der Ort, sondern die Begegnung zählt. Und dafür darf es gerne ein Zuhause sein - meins, und für die Zeit unserer Arbeit auch ein kleines Stück deins.